Kultur

 

Cork hat eine Vielzahl an kulturellen Stätten und Museen zu bieten, sodass auf keinen Fall Langeweile aufkommen kann. Hier ein paar Vorschläge, um einen kleinen Überblick zu geben:

 

Das Butter-Museum

Es hört sich zwar kurios an, dass die Stadt Cork ein Buttermuseum ihr Eigen nennt, doch steht es in enger Verbindung mit der Geschichte der Stadt. Irische Butter ist eine Spezialität in der ganzen Welt geworden, in den letzten beiden Jahrhunderten wurden Unmengen dieser Butter von Cork aus in die ganze Welt geliefert. So hat die Stadt ihren wirtschaftlichen Aufschwung zum Teil der Butter zu verdanken. Die Geschichte dessen kann in diesem Museum besichtigt werden.

Der Eintritt für Erwachsende kostet 4€, für Kinder 1.50€.

The Cork Butter Museum
The Tony O'Reilly Centre
O'Connell Square
Cork

 

The Jameson Experience Midleton

Hier können die Besucher eine einstündige Tour durch die Jameson-Distellerie machen und dabei die einzelnen Prozesse der Wiskey-Herstellung kennen lernen. Der gesamte Komplex ist restauriert und einzigartig in Irland. Für volljährige Besucher gibt es nach der geführten Tour eine Whiskey-Verkostung, im angrenzenden Restaurant können irische und internationale Spezialitäten genossen werden.

Der Eintritt für Erachsene eträgt 13,50€, für Kinder unter 18 Jahren 8€.

The Jameson Experience
The Old Distillery, Midleton,
Co. Cork

 

Cork Museum

Dieses Museum befindet sich am Fitzgerald Park und beinhaltet die gesamte Geschichte der Stadt. Das Spektrum reicht über politische und gesellschaftliche Geschehnisse über die wirtschaftliche Entwicklung bis hin zur Darstellung der Helden und Berühmtheiten der Stadt.

Fitzgerald Park,
Cork City,
Co. Cork

 

 

Geschichte

 

Cork wurde im 6. Jahrhundert das erste Mal in den Geschichtsbüchern erwähnt, zu dieser Zeit entstand dort ein Kloster. In den folgenden Jahrhunderten ließen sich erst die Wikinger, später die Normannen in der Gegend um das heutige Cork nieder. Ende des. 12. Jahrhunderts bekam die mittlerweile angewachsene Stadt die offiziellen Stadtrecht von König Johann verliehen. In ihr lebten, herrschten und stritten diverse Clans, Cork war gewissermaßen ein Außenposten der englischen Krone auf der Nachbarinsel.

 

Mitte des 14. Jahrhunderts starb über die Hälfte der Bevölkerung an der Beulenpest. Rebel City lautet der Beiname von Cork, was darauf zurückgeht, dass sich führende Politiker hier für einen Umsturz des britischen Königs Heinrich VII. zusammenschlossen. Im 16. Jahrhundert versuchten englische Siedler das katholische Irland zu reformieren, was zu den Religionskriegen führte. Viele Bewohner flüchteten in die Städte, die aufgrund der Überfüllung schnell unter Seuchenepidemien zu leiden hatten. 1641 wurden tausende Protestanten von katholischen Aufständischen getötet, eine Großzahl der Überlebenden flüchtete nach Cork. Für die folgenden 2 Jahrhunderte war Cork die protestantische Hochburg in Irland schlechthin. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen große teile der Landbevölkerung nach Cork, sie flüchteten vor der Armut und Hungersnot. Nur waren die Kapazitäten der Stadt bald ausgereizt, sodass die Lebensbedingungen der Menschen immer schlimmer wurden. Auf dem Land herrschte zu damaliger Zeit noch der Katholizismus, sodass durch die Flucht der Menschen nach Cork der Protestantismus der Stadt immer stärker abgeschwächt wurde.

 

Ende des 19. Jahrhunderts erlebte die Stadt Cork dann einen enormen Aufschwung: Die Hafenstadt wurde zu einem der größten Anlaufpunkte für Auswanderer, Fabriken und Brauereien entstanden, die Universität wurde gegründet, der Schiffsbau hatte in Cork zu dieser Zeit seine Geburtsstunde. Im 20. Jahrhundert war Cork Schauplatz für irisch-britische Konflikte. Der größte Aufstand fand 1920 statt: Als Reaktion auf Angriffe der IRA brannte eine britische paramilitärische Gruppierung das Stadtzentrum Corks nieder. 1923 stimmte nun endliche alle Parteien einem Waffenstillstand zu.